Die Rolle des Architekten

Textbeitrag auf Houzz vom 15. Juli 2015 zu schlechten Erfahrungen mit Architekten unter der Rubrik „Größten Schwierigkeiten beim Hausbau“

 

Schade diese Erfahrungen mit Architekten.
Architekten sollten gewissenhaft ausgesucht werden. Wie es sinnvoll ist einen Arzt oder Rechtsanwalt seines Vertrauens zu finden. Man muss verstehen was der andere sagt um ihm vertrauen zu können. Das gilt für beide Seiten und geht nicht mit jedem. Der Architekt hat die Aufgabe die Interessen des Bauherren zu vertreten. Wenn das nicht funktioniert entsteht Misstrauen. Das ist Gift für die Zusammenarbeit und das Ergebnis. Den Architekten als „Feind“ zu betrachten ist keine Lösung und die schlechteste Voraussetzung für ein gutes Ergebnis. Wenn der Arzt oder Rechtsanwalt zum Feind wird ist man gut beraten sich einen anderen zu suchen. Bauen ist für den privaten Bauherrn eine oft hoch emotionale Angelegenheit. Der Architekt sollte und muss hier die Sachebene bedienen. Allerdings kann es auch im Bauprozess zu Situationen kommen, in denen der Fachmann (Architekt) den Laien (Bauherrn) vor sich selber schützen muss. Das kann für den Moment Irritationen erzeugen. Aber auch das gilt für andere Berufe.

Architekten dürfen keine Entscheidungen im Namen des Bauherren fällen. Sie sind nicht gut beraten dies zu tun. Sie sprechen dem Bauherrn Empfehlungen aus. Entscheidungen kann nur der Bauherr treffen. Es sein den es gibt eine schriftliche Vollmacht. Davon kann nur abgeraten werden.

Leider gibt es viele Gründe, dass Architekten sich nicht richtig engagieren. Mangelnde Kompetenz mag einer sein. Aber auch der Aufwand für eine umfassende Betreuung bei kleinen Bauvorhaben wird unterschätzt. So entsteht massiver wirtschaftlicher Druck der dem notwendigen Aufwand entgegen wirkt. Eine Handwerkerrechnung versteht jeder. Der baut etwas, was man anfassen kann. Aber was macht eigentlich der Architekt? Wofür will der so „viel“ Geld?

Oft wird beim Bauen die Gewaltenteilung aufgehoben. „Bauherren“ (Käufer) freuen sich dann sehr, dass der beauftragte Bauträger auch den Architekten stellt. Super, alles inklusive! Dann entsteht die absurde Situation, dass sich darüber gefreut wird, dass der eigene „Anwalt“ von der gegnerischen Partei bezahlt wird. Es wird nicht wahrgenommen, dass Interessenvertretung so nicht funktionieren kann.

Das ist oft mit sogenannten „Bauleitern“ so. Jede Firma hat einen „Bauleiter“ für ihr Gewerk. Das ist gut so. Dieser vertritt die Interessen seiner Firma. Klar. Der Bauleiter des Bauträgers auch. Dass Alle dies nur zum Wohle des Auftraggebers tun ist auch klar. Der zahlt ja schließlich. An wessen Tisch ich sitz, dessen Lied ich sing. Jeder würde sich zu recht beschweren wenn dies anders wäre.

Als Lösungsansatz bieten wir auch eine unabhänige fachliche Beratung zu allen Vorbereitungen und Abläufen beim Bauen an. Ohne selber direkt involviert zu sein. Das ist von den Kosten her überschaubar, gibt Sicherheit, ist vertrauensbildend und kann bei Bedarf ausgeweitet werden.

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